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Pastor Olaf Loer feiert 25-jähriges Priesterjubiläum

Am Sonntg, 21. Juni lädt er ein zum Festgottesdienst, Bratwurst und Getränken

Am 2. Juni jährte sich der Weihetag von Pastor Olaf Loer zum 25. Mal. Zusammen mit seinen damaligen Mitbrüdern fand eine Feierstunde in Paderborn zusammen mit Erzbischof Udo Markus Bentz statt. Diesen Ausflug in seine Heimat nutzte Loer auch, um seine Mutter im Seniorenheim zu besuchen und sie somit an seinem Ehrentag teilnehmen zu lassen. Dass die Feier im Pastoralverbund (PV) erst an diesem Sonntag mit einem Festgottesdienst um 10.30 Uhr in der St. Aegidius Kirche und anschließendem Empfang auf dem Kirchplatz stattfindet, bringt die Situation der katholischen Kirche auf den Punkt. „Da an den beiden letzten Wochenenden jeweils innerhalb des Pastoralverbundes Veranstaltungen wie Fronleichnamsprozessionen oder Pfarrgemeindefest stattfanden, mussten wir ausweichen und waren glücklich nun einen Sonntag gefunden zu haben, wo nicht ganz so viel los ist“, erklärt der 56-Jährige. Derzeit ist er für den priesterlichen Dienst im PV alleine verantwortlich. Pfarrdechant Reinhard Edeler kämpft sich zwar nach seinem Schlaganfall erfolgreich zurück ins Leben und wird auch für Olaf Leor die Predigt am Sonntag halten, doch vollends der Alte ist er noch nicht wieder. W. Leskovsek

Olaf Loer erblickte am 30. April 1970 in Paderborn das Licht der Welt. Nach der Schule absolvierte er eine Bankkaufmannausbildung und danach ging es direkt zur Bundeswehr nach Kiel zur Marien. Während dieser Zeit wuchs bei ihm der Wunsch nach einem Studium. Lange stand die Überlegung im Raum ob es Theologie auf Priesteramt oder Wirtschaftswissenschaften werden sollten. Er entschied sich für Theologie und studierte in der Heimat sowie ein Jahr in Rom. 1999 trat er ins Priesterseminar ein und der Entschluss ein Leben für und mit Gott zu führen stand fest. Am 25. Juni 2000 fand die Priesterweihe in St. Johannes Neheim statt. „Das ist ein bisschen wie eine standesamtliche Trauung, also mehr der verwaltungsbedingte Akt der Eheschließung“, erklärt Loer den Vorgang. Ein Jahr später, am 2. Juni 2001, war dann die feierliche Priesterweihe im Dom zu Paderborn zusammen mit acht weiteren Mitbrüdern. Seine erste Stelle war als Vikar in Herne. Danach wurde er Geistlicher Leiter der KJG auf Diözesanebene. Das war eine halbe Stelle und die übrige Zeit war er als Pastor in Büren Süd.

Im Mai 2010 gab es einen weiteren Wechsel und zwar in die St. Lambertus Gemeinde Langenberg. Dort fühlte sich der Pastor immer sehr wohl und engagierte sich insbesondere für die katholische Jugend. 2022 fand der Umzug nach Wiedenbrück statt, wo die beiden letzten Geistlichen im PV zusammen im Pfarrhaus wohnen. Sein Wunsch war und ist es, dass er bleiben kann, sesshaft wird. Was jedoch in der Zukunft passiert ist ungewiss. Es wird langfristig den Seelsorgeraum Rietberg-Wiedenbrück geben, was den Grenzen des Dekanates entspricht. „Im Studium damals zeichnete sich diese Situation noch gar nicht ab. Wir dachten damals, dass wir alle Pfarrer werden und eine Gemeinde leiten“, erzählt er. Was gerade passiert, beschreibt er: „Ich übe gerade Zukunft“. Froh sei er über die Unterstützung aus Rheda. Sonst würden noch viel mehr Gottesdienste wegfallen müssen. Für die Zukunft wünscht sie Loer, der heute weiß, dass seine Entscheidung Priester zu werden, genau richtig war, dass „uns die Veränderung in der Kath. Kirche gut gelingt und viele Menschen mit ins Rad greifen, damit Kirche gelebt werden kann.“ Sein Herz schlägt nach wie vor für die Jugendarbeit und mit Gremien etwas entwickeln und nach vorne bringen. Verwaltung hingegen ist nicht so seins.