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Hexen laden zum Tanz ein

KFD Frauenkarneval St. Aegidius

13 Hexen, wie sie besser mit ihren langen krummen Nasen, den spitzen Hüten und ihren Besen nicht hätten aussehen können, baten im mit 180 Gästen besetzten Saal des Aegidiushauses zum Tanz. Die Hexen sind die aktive Tanz- und Theatergruppe der katholischen Frauengemeinschaft von St. Aegidius und allen voran die Oberhexe Biggi (Brigitte Lind). In traditioneller Weise turbulent und energiegeladen fegte sie über die Bühne und führte kurzweilig durch das rund dreistündige Programm. Und das alle Darbietungen aus den eigenen Reihen stammen, das zeichnet den KFD-Karneval von Aegidius aus. Mit einem wilden Hexentanz aller Akteure begann der Festreigen. W. Leskovsek Brigitte Lind begrüßte die Gäste wie immer in Reimform und lud sie ein, ausgelassen und ohne nachzudenken einfach zu feiern. „Katzendreck und Hinkebein, wollt ihr wohl alle fröhlich sein“, hieß es so nett in ihrer Ansprache. Wer konnte da schon widerstehen? Das Publikum war der Einladung schon bei der Wahl der Verkleidung gefolgt. Viele Frauen hatten sich ebenfalls in eine Hexe verwandelt, mit Hut oder Kopftuch mit bunter Perücke oder rabenschwarzen Locken. An den Wänden tummelten sich dicke Spinnen und schwarze Katzen als Dekoration und das Licht war den ganzen Abend über schaurig, lilafarben. Die Sketche sorgten dafür, dass die feierlaunigen Frauen jedes Mal stehenden Applaus spendeten, denn sie waren allesamt gut. Immer wieder schön „Der Lottogewinn“ mit Erwin Linndemann als Hauptgewinner im Seniorenalter. Im Thermalbad machte es sich ein Ehepaar (Brigitte Thiedig und Doris Schnitker) gemütlich. Die beiden waren sich aber schnell einig, dass es wieder ein blödes Geschenk zum Hochzeitstag war, weil das Dampfbad viel zu heiß war.

 

 

 

Traditionell gibt es auch immer ein plattdeutsches Stück. Dafür sorgten erneut Lissy Stiens als Bäuerin, die in ihrem Laden regionales Gemüse und Co. anbot, sowie Annette Hansmeier aus Lintel, die als nervige und etwas langatmige Kundin Aenne die arme Bauersfrau fast um den Verstand brachte. Beim virtuellen Arztbesuch oder beim Arbeitsamt gab es weitere humorige Begegnungen, die als gespielte Witze für Stimmung sorgten.

Brigitte Vitt, Lehrerin im Ruhestand, trainiert seit vielen Jahren die Gruppe, die mit einem Tanz in Flammen die Pause einläutete.

Ein Teil dieser Tanzgruppe sorgte zwischendurch mit „Move it“ dafür, dass auch die Zuschauerinnen nicht müde wurden. Zum Song „What a feeling“ animierte Berna Masjosthusmann die närrische Schar sich im Rhythmus zu bewegen. Im Takt bewegten sich die Arme nach oben und die Beine zur Seite bei einem „Side Leg Lift“. Michaela Thewes, Nicole Johannknecht und Tanja Brüning unterstützten sie dabei.

Bei Partymusik von DJ Volker wurde bis kurz vor Mitternacht noch ordentlich gefeiert, bevor man sich am Rosenmontag auf den Straßen wiedersieht.